Stempelplatten für Holzstempel
Am Holzstempel ist der Griff meist das langlebigste Teil. Buchenholz übersteht Jahrzehnte im Schreibtisch, während der Text darauf längst überholt ist: geänderte Vorwahl, neue Rechtsform, anderer Sachbearbeiter. Für genau diesen Fall gibt es die Gummiplatte einzeln. Sie wird nach Ihren Maßen und Ihrem Text gelasert, auf den vorhandenen Klotz geklebt – und der Stempel ist wieder aktuell.
Formen und Größen
Lieferbar sind rechteckige, quadratische, runde und ovale Platten. Die Abdruckhöhen reichen von 5 bis 100 Millimeter, die Breiten bis rund 130 Millimeter. Damit lässt sich vom schmalen Einzeiler für ein Kürzel bis zur großflächigen Platte für einen Vereins- oder Praxisstempel praktisch jedes übliche Format abbilden. Runde Platten werden über den Durchmesser bestellt, ovale über beide Achsen. Bei rechteckigen Formaten geben Sie Höhe und Breite an, wobei die Höhe darüber entscheidet, wie viele Zeilen sinnvoll unterzubringen sind: Vier Millimeter pro Zeile sind ein brauchbarer Richtwert.
Die Maße müssen stimmen
Anders als bei Selbstfärbern gibt es hier keine Modellnummer, an der sich das Format ablesen ließe. Sie brauchen die exakten Maße der alten Platte. Messen Sie den Gummi selbst, nicht den Abdruck: Farbe läuft an den Kanten aus und lässt das Bild größer erscheinen. Ist der Gummi nicht mehr vorhanden, messen Sie die Klebefläche am Holzklotz. Ein alter Abdruck auf Papier hilft ebenfalls weiter, wenn Sie je Kante etwa einen halben Millimeter abziehen. Legen Sie diesen Abdruck der Bestellung bei, falls das bisherige Layout erhalten bleiben soll.
Alte Platte abnehmen
In der Regel genügt eine stumpfe Klinge, um den alten Gummi an einer Ecke anzuheben; danach ziehen Sie ihn ab. Bleiben Kleberreste zurück, schaben Sie sie vorsichtig ab, bis die Fläche wieder eben ist. Unebenheiten übertragen sich direkt in den Abdruck, deshalb lohnt sich diese Minute Arbeit. Anschließend die Schutzfolie der neuen Platte abziehen, mittig aufsetzen und fest andrücken.
Das Kissen nicht vergessen
Holzstempel arbeiten mit einem separaten Stempelkissen in einer Schale. Es muss die Abdruckfläche komplett überdecken, sonst bleibt ein Ende der Platte blass. Bei einer neuen, größeren Platte kann also auch ein größeres Kissen fällig werden. Hat ein Kissen jahrelang denselben Text bedient, nutzt es sich genau entlang dieser Buchstaben ab.
Wann sich der Tausch lohnt
Fast immer. Der Holzgriff ist unverwüstlich, die Platte das eigentliche Verschleiß- und Änderungsteil. Nur wenn der Klotz gerissen ist oder die neue Platte deutlich größer werden soll als die alte, ist ein kompletter neuer Holzstempel die sinnvollere Wahl. Ein zu kleiner Griff trägt die Platte nicht vollflächig, und genau an den überstehenden Kanten wird der Abdruck unsauber.